{"id":992,"date":"2016-07-07T11:20:13","date_gmt":"2016-07-07T11:20:13","guid":{"rendered":"http:\/\/smartarea.comlounge.dev\/?p=992"},"modified":"2016-07-07T11:20:45","modified_gmt":"2016-07-07T11:20:45","slug":"forschungsprojekt-smart-area-aachen-auf-der-zielgerade","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smartarea.de\/en\/forschungsprojekt-smart-area-aachen-auf-der-zielgerade\/","title":{"rendered":"Forschungsprojekt Smart Area Aachen auf der Zielgerade"},"content":{"rendered":"<p>Die STAWAG hat als Konsortialf\u00fchrer gemeinsam mit zw\u00f6lf Partnern aus Industrie, Forschung und Hochschule in einer Fachkonferenz ihr Fazit aus vier Jahren Forschungsarbeit gezogen. Ziel des Forschungsprojektes Smart Area Aachen war der Aufbau, der Betrieb und die Erforschung eines intelligenten Stromnetzes (Smart Grid) im Stadtgebiet Aachen sowie in den l\u00e4ndlichen Netzen der Gemeinde Simmerath und der Stadt Monschau.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>An dem Forschungsprojekt waren unter anderem folgende Institutionen beteiligt: DKE, BET sowie ABB, MR, Nexans, PSI, FGH, SAG, Kisters, TU Dortmund mit ie\u00b3 \u00a0und RWTH mit IFHT und IAEW.<\/p>\n<p>Vor rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern haben Oberb\u00fcrgermeister Marcel Philipp und STAWAG-Vorstand Dr. Peter Asmuth die Fachkonferenz auf dem Tivoli er\u00f6ffnet. Im Mittelpunkt des Forschungsprojektes stand die Frage, wie das intelligente Stromnetz der Zukunft mit einem hohen Anteil an unregelm\u00e4\u00dfig einspeisenden erneuerbaren Energien gestaltet sein kann und vor allem, wie es st\u00f6rungsfrei funktionieren kann. Von den 13 Projektpartnern wurden dazu in sechs Teilbereichen innovative technische L\u00f6sungen erarbeitet. In einem abschlie\u00dfenden Feldtest konnten die Komponenten ihre Leistungsf\u00e4higkeit in dem Stromnetz im Stadtgebiet von Aachen, der Gemeinde Simmerath und der Stadt Monschau unter Beweis stellen. Bei der Umsetzung ist es gelungen, genau definierte Anforderungsprofile in den einzelnen Projektgruppen zu erf\u00fcllen und diese anschlie\u00dfend in eine \u00fcbergreifende Gesamtl\u00f6sung einzubringen.<\/p>\n<p>\u00dcberblick \u00fcber die Forschungsergebnisse:<\/p>\n<p><strong>Intelligente Ortsnetzstationen<\/strong><\/p>\n<p>Es wurde der Prototyp einer intelligenten Ortsnetzstation aufgebaut, der auf die Anforderungen k\u00fcnftiger Netze ausgerichtet ist. Gleichzeitig gelang es, eine intelligente Fehlererkennung und -behandlung zu entwickeln, wodurch eine autonome Lokalisierung eventueller Fehler erm\u00f6glicht wird. Die neuen Funktionen wurden durch die STAWAG erfolgreich im praktischen Netzbetrieb eingesetzt.<\/p>\n<p><strong>Spannungsqualit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>Durch die Entwicklung neuer Regelungsverfahren f\u00fcr regelbare Ortsnetztransformatoren (rONT) konnte der kostenintensive Ersatz oder Ausbau von zus\u00e4tzlichen Leitungen vermieden werden. Dabei hat sich gezeigt, dass sich durch das breite Leistungsspektrum der rONTs auch die Betriebsf\u00fchrung im Verteilnetz optimieren l\u00e4sst.<\/p>\n<p><strong>Kommunikationsinfrastruktur<\/strong><\/p>\n<p>Es gelang, neue Netzwerkkomponenten und Datenmodelle zu entwickeln, die eine sparten\u00fcbergreifende Nutzung erm\u00f6glichen. Zus\u00e4tzlich wurde eine projekt\u00fcbergreifende Informationsinfrastruktur mithilfe innovativer Kommunikationstechnologien aufgebaut, damit die einzelnen Komponenten zusammenh\u00e4ngend funktionieren.<\/p>\n<p><strong>Netzzustandssch\u00e4tzung<\/strong><\/p>\n<p>Um rechtzeitig Handlungsbedarf zu erkennen und dadurch eine hohe Versorgungssicherheit zu gew\u00e4hrleisten, entwickelte das Forschungsteam ein Verfahren auf der Grundlage von wenigen, ausgew\u00e4hlten Messorten im Netz. In Folge lassen sich die Zust\u00e4nde an den Netzknoten ohne Messung berechnen und der Fehler in Bezug auf die Informationen \u00fcber den wahren Netzzustand absch\u00e4tzen. Das Besondere an dem Verfahren ist die M\u00f6glichkeit, die Berechnungsergebnisse mit Messwerten in einem vollst\u00e4ndig mit Messtechnik ausger\u00fcsteten Netzgebiet zu vergleichen. Damit kann zuk\u00fcnftig ein wichtiger Beitrag zur Integration dezentraler Stromerzeugung auf Basis erneuerbarer Energien geleistet werden.<\/p>\n<p><strong>Netzplanung<\/strong><\/p>\n<p>Ziel des Projektes ist, Netzplanungskonzepte f\u00fcr elektrische Energieversorgungsnetze zu erarbeiten, mit denen innovative Netzkomponenten und -strategien in der Planung ber\u00fccksichtigt werden k\u00f6nnen. Hierzu werden mithilfe eines entwickelten Planungs- und Optimierungstools synthetische und reale Netze f\u00fcr zuk\u00fcnftige Versorgungsszenarien kostenoptimal ausgelegt. Auf Basis von umfangreichen Simulationen einer Vielzahl von Mittel- und Niederspannungsnetzen werden Vorschl\u00e4ge zur Anpassung bestehender und Formulierung neuer Planungsgrunds\u00e4tze abgeleitet.<\/p>\n<p><strong>Instandhaltung<\/strong><\/p>\n<p>Ein neues Verfahren optimiert die Instandhaltung heutiger und k\u00fcnftiger Netze. Dabei standen innovative Technologien im Mittelpunkt, die Substanzerhalt und Wirtschaftlichkeit miteinander in Einklang bringen. Die praktische Anwendung im Netz der STAWAG erfolgte mithilfe optimierter Zustandserfassungsmethoden und unterstrich die Leistungsf\u00e4higkeit des Verfahrens. Dar\u00fcber hinaus konnten zus\u00e4tzliche Informationen aus Smart-Grid-Komponenten erfasst und genutzt werden.<\/p>\n<p>Koordiniert wurden die sechs Aufgabenfelder von der STAWAG im Rahmen einer Begleitforschung. Aufgabe war, die Projekte mit den unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten zu b\u00fcndeln und Synergien zu heben. Dar\u00fcber hinaus kam der Verwertung der Ergebnisse und der Standardisierung der technischen L\u00f6sungen besondere Bedeutung zu. Alle Projektgruppen haben gleicherma\u00dfen zum Erfolg von Smart Area Aachen beitragen. Damit konnte ein wichtiger Beitrag f\u00fcr die Gestaltung k\u00fcnftiger, leistungsf\u00e4higer Verteilnetze geleistet werden. Die Forschungsergebnisse k\u00f6nnen dazu beitragen, dass h\u00f6chste Stabilit\u00e4t auch bei stark unregelm\u00e4\u00dfig einspeisenden erneuerbaren Energien sichergestellt ist und k\u00f6nnen damit den Erfolg der Energiewende unterst\u00fctzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die STAWAG hat als Konsortialf\u00fchrer gemeinsam mit zw\u00f6lf Partnern aus&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-992","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuelles"],"acf":[],"modified_by":"vanessa","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smartarea.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/992","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/smartarea.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smartarea.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smartarea.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smartarea.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=992"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smartarea.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/992\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smartarea.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=992"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smartarea.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=992"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smartarea.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=992"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}